FRÜHE NEUZEIT, MUSIKGESCHICHTE

DFG-ANR-Projekt "MUSICI" des DHI Rom und der École Française de Rome

Europäische Musiker in Venedig, Rom und Neapel (1650-1750). Musik, nationale Identität und kultureller Austausch.

www.musici.eu Giron-Panel, Caroline/Goulet, Anne-Madeleine (Hg.): La musique à Rome au XVIIe siècle. Etudes et perspectives de recherche (Collection de l'École française de Rome 466) Rom 2012. Im 17. und 18. Jahrhundert reisten zahlreiche europäische Musiker nach Venedig, Rom und Neapel, deren Musikkultur eine starke Anziehungskraft auf ganz Europa ausübte. Während diese Musiker häufig eine  ...   


MUSIKGESCHICHTE

Die Frottola: musica cortigiana in der Entwicklung des kulturellen Diskurses in Italien 1500-1530

PD Dr. Sabine Meine

1. Die Themenstellung

Der zentrale Gegenstand dieser Arbeit ist die Gattung der Frottola, höfische Vokalmusik, die sich um 1500 zur ersten musikalischen Gattung genuin italienischer Prägung etablierte. Im 15. Jahrhundert zunächst eine mündliche Dichter-Musiker-Praxis, verbreitete sie sich durch den Aufschwung des neu entstandenen Notendrucks bis in die 1520er Jahre hinein auch schriftlich. In nur zehn Jahren -  ...   


MUSIKGESCHICHTE

Die Opernbestände der Bibliotheken römischer Fürstenhäuser: Erschließung und Auswertung

Dr. Roland Pfeiffer

Zwei der römischen Fürstenhäuser besitzen bis heute in ihren Privatbibliotheken zahlreiche handschriftliche Opernpartituren aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert. Es handelt sich um das Archivio Doria Pamphilj mit 36 Partituren, 28 Sammelbänden sowie weiteren Einzelfaszikeln und die weitaus umfangreichere Biblioteca Massimo im Palazzo Massimo alle Colonne mit etwa 150 teilweise mehrbändigen Partituren.
Bekannt sind diese Sammlungen durch  ...   


MUSIKGESCHICHTE

Italienische Instrumentalmusik in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

Dr. Stephanie Klauk

Die Musikgeschichtsschreibung sieht die italienische Instrumentalmusik des späteren 18. Jahrhunderts gemeinhin als eine Gattung im Schatten der Oper. Sie wird vor allem aus der Perspektive des Auslands eher gering geschätzt als eine gegenüber der Oper einerseits und der "Wiener Klassik" andererseits minderwertige Musik. Dieses Wahrnehmungs- und Beurteilungsmuster hat auch die musikwissenschaftliche Forschung bis heute maßgeblich  ...   


FRÜHE NEUZEIT, MUSIKGESCHICHTE

Reisen über die Alpen. Deutschsprachige Musiker zwischen Kunst und Politik (1650–1750)

Dr. Britta Kägler

Britta Kägler/Gesa zur Nieden, "Dieœ schönste Musik zu hören". Europäische Musiker im barocken Rom, Darmstadt 2012. Tätigkeit und Wirkungsbereich von italienischen Künstlern jenseits der Alpen sind immer wieder im Fokus der historischen Forschung oder doch von kulturgeschichtlichen Arbeiten zumindest gestreift worden. Weniger im Vordergrund steht hingegen die Tatsache, dass sich im 17. und 18. Jahrhundert auch zahlreiche Künstler aus  ...   


MUSIKGESCHICHTE

Retrokatalogisierung und Digitalisierung des Teilbestandes Libretti der Musikgeschichtlichen Abteilung

 

Unter den Bibliotheksbeständen der Musikgeschichtlichen Abteilung des DHI Rom kommt der Libretto-Sammlung eine besondere Bedeutung zu. Sie umfasst seltene Textbücher von Opern, Oratorien, Kantaten und Festmusiken aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert, darunter u. a. eine nahezu lückenlose Dokumentation der Frühphase öffentlicher Opernaufführungen in Venedig (1637-1734), deren Erwerb aus Privatbesitz 1979 von der DFG ermöglicht wurde, sowie  ...   


MUSIKGESCHICHTE

Römische Mehrchörigkeit (ca. 1600-1710). Untersuchungen zu Geschichte, Satztechnik und Aufführungspraxis

Dr. Florian Bassani

"... Il faut que ie vous auoüe que ie n'eus iamais vn tel rauissement" Rom, September 1639. An der Kirche Il Gesù, dem Stammhaus der Jesuiten, erklingt im Hochamt anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Ordens eine außerordentliche Festmusik, eine Messe für acht Chöre, dargeboten von den besten Sängern und Instrumentalisten der Stadt. Die Ensembles sind über den weiten Raum des reich geschmückten Gotteshauses verteilt, und  ...   


MUSIKGESCHICHTE

Topoi der Friedensrepräsentation in der italienischen Kantate (17.–18. Jahrhundert)

Dr. Chiara Pelliccia

Von den italienischen Musikgattungen hat die Kantate zusammen mit der Oper im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts weiteste Verbreitung gefunden, was zweifellos damit zusammenhing, dass die italienische Halbinsel im Verlauf ihrer politischen Geschichte der Herrschaft und/oder der Einflusssphäre verschiedener, oftmals miteinander in Konflikt stehender fremder Mächte unterworfen war. Deshalb bietet die italienische Kantate einen privilegierten  ...