MITTELALTER

Das Heilig-Geist-Hospital in Rom als Zentrum eines Hospitalsordens mit europäischer Bedeutung

Dr. Andreas Rehberg

Das heute noch florierende Hospital S. Spirito in Sassia geht auf eine Gründung Innocenz' III. um 1200 zurück, der seine Leitung Gui de Montpellier anvertraute, der bereits in seiner Heimat eine eigene Hospitalsgemeinschaft aufgebaut hatte. Gestützt auf die – für stadtrömische Verhältnisse – recht gute Überlieferung vor allem im römischen Staatsarchiv werden im Rahmen dieses Projektes einige von der Forschung vernachlässigte Themen bearbeitet  ...   


FRÜHE NEUZEIT, NEUESTE U. ZEITGESCHICHTE

Der Erfolg der Casa di San Giorgio und die Anfänge der Aktiengesellschaften

Dr. Carlo Taviani

for english version please scroll down Aktiengesellschaften gehören zu den wichtigsten Finanzeinrichtungen des modernen Kapitalismus. Ihre Strukturen haben sich im Verlauf der frühen Neuzeit herausgebildet, als sie große Kapitalmengen zusammenführten, um überseeische Reisen in Angriff nehmen zu können. Einige dieser Einrichtungen erwarben auch Herrschaftsgewalt über Territorien und deren jeweilige Bevölkerung. Die Verenigde Oostindische  ...   


MUSIKGESCHICHTE

Einflussgröße Impresario. Prämissen italienischer Opernaufführungen im 18. Jahrhundert

Dr. Richard Erkens

Das Forschungsprojekt konzentriert sich einerseits auf die Figur des Impresario und seinen Einfluss auf opernhistorische Entwicklungslinien, andererseits auf die sich ändernde, durch Vernetzungen von Zentren und Peripherien gezeichnete Operntopographie im vorrevolutionären Italien. Obwohl die Personengruppe, die im 18. Jahrhundert die Funktion eines Impresario übernahm, heterogener nicht sein konnte, war die Tragweite ihrer Tätigkeit und damit  ...   


MITTELALTER

Erschließung von Quellen zur Geschichte der römischen Kommune im Spätmittelalter und in der Renaissance

Dr. Andreas Rehberg

Seit 1998 engagiert sich Andreas Rehberg als fester Mitarbeiter am DHI Rom auf dem Gebiet der Erschließung stadtrömischer Quellen und führt damit ein traditionelles Forschungsgebiet des Instituts weiter, das nicht zuletzt der Verlinkung mit der lokalen und überregionalen italienischen Stadtgeschichtsforschung dient. Nach einer systematischen Durchsicht einschlägiger Archivinventare in den Anfangsjahren des Projektes boten sich einige von  ...   


MITTELALTER

Fluider Grenzraum. Das frühmittelalterliche Unteritalien im Spannungsfeld rivalisierender Religionen und politischer Mächte (9.-10. Jahrhundert)

Dr. Kordula Wolf (zusammen mit Dr. Marco Di Branco)

Das Projekt thematisiert die muslimische Präsenz im vornormannischen Unteritalien. Sie gilt es im Zusammenhang mit Grenzraum-Problematiken sowie Fragen der Wahrnehmung und Bewältigung kultureller bzw. religiöser Differenz zu analysieren. Aufgegriffen werden hierbei nicht nur aktuelle Ansätze transkultureller Forschungen; ebenso sind gängige Raum-Kategorien und religiös oder politisch-ideologisch konnotierte Gruppen-Zuschreibungen, die bis heute  ...   


MITTELALTER

Genealogie und Heraldik im Umfeld des "Linceo" Federico Cesi (1585-1630): Ein Beispiel für die Mittelalter-Rezeption um 1600

Dr. Andreas Rehberg

Angeregt durch sein neues Forschungsgebiet der Wappenkunde in Rom, hat Andreas Rehberg eine interdisziplinäre Gruppe von Exponenten/-innen der Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte, Botanik, Heraldik und Epigraphik konstituiert. In Ergänzung des Rahmenprojekts Erschließung von Quellen zur Geschichte der römischen Kommune im Spätmittelalter und in der Renaissance werden die mit  ...   


Genoese Merchant Networks in Africa and across the Atlantic Ocean (ca. 1450–1530)

Dr. Carlo Taviani

From the middle of the 15th century, Genoese families were increasingly active in southern Spain and Portugal, establishing settlements in various port cities and trading southwards with Africa and northwards with Flanders and England. The islands around West Africa became important regions for their trading activities: Madeira and the Canary Islands – inhabited by many Genoese merchant families – were crucial for the production of sugar and the  ...   


NEUESTE U. ZEITGESCHICHTE

Geschichte der in Rom ansässigen deutschen Forschungs- und Kulturinstitute (1918–1962)

Kooperationsprojekt

Gemeinsam haben vier der in Rom angesiedelten deutschen Auslandsinstitute – das Deutsche Archäologische Institut, das Deutsche Historische Institut, die Bibliotheca Hertziana und die Villa Massimo – ein Forschungsvorhaben angestoßen, das erstmals ihre Geschichte institutsübergreifend vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Umbrüche in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (1918–1960) untersucht. Vor der Folie der  ...   


NEUESTE U. ZEITGESCHICHTE

Moderne, Nation und Tod. Eine deutsch-italienische Kulturgeschichte der Feuerbestattung im 19. Jahrhundert

Dr. Carolin Kosuch

1876 wurde in Mailand das erste Krematorium des neuzeitlichen Europa in Betrieb genommen. Nur zwei Jahre später konnte nicht zuletzt durch die Bemühungen eines Feuerbestattungsvereins der Bau einer zweiten Anlage im thüringischen Gotha fertig gestellt werden. Die Koinzidenz dieser Ereignisse ist nicht zufällig, sondern führt direkt in die Geschichte der beiden „verspäteten Nationen“ Italien und Deutschland. Das geplante Projekt hat sich zum Ziel  ...   


MUSIKGESCHICHTE

Musikalische Begriffsgeschichten. Grundbegriffe der Vokalmusik im terminologischen Diskurs

Dr. Sabine Ehrmann-Herfort

Dass sich bei der Ausbildung von Begriffsinhalten der bezeichnende Terminus und die bezeichnete Sache wechselweise beeinflussen und beide Entwicklungsstränge miteinander auf kaum zu entwirrende Weise verwoben sind, macht ein gutes Stück der Faszination von Begriffsgeschichte aus. Ihr Gegenstand sind die Fachbegriffe einer Disziplin, in denen sich fachspezifische Prozesse kristallisieren. Die in den Fachtermini solchermaßen verdichteten Kontexte  ...   


MUSIKGESCHICHTE

Topoi der Friedensrepräsentation in der italienischen Kantate (17.–18. Jahrhundert)

Dr. Chiara Pelliccia

Von den italienischen Musikgattungen hat die Kantate zusammen mit der Oper im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts weiteste Verbreitung gefunden, was zweifellos damit zusammenhing, dass die italienische Halbinsel im Verlauf ihrer politischen Geschichte der Herrschaft und/oder der Einflusssphäre verschiedener, oftmals miteinander in Konflikt stehender fremder Mächte unterworfen war. Deshalb bietet die italienische Kantate einen privilegierten  ...   


FRÜHE NEUZEIT

Wahrheitsbegriffe im frühneuzeitlichen historischen Diskurs im Kontext von Kanon und Zensur

Dr. Andreea Badea

Ursprünglich als Waffe im interkonfessionellen Diskurs eingesetzt, wurde das Schreiben von katholischer Kirchengeschichte im Laufe des "langen nachtridentinischen Jahrhunderts" zunehmend zum Störfaktor römisch-kurialer Zentralisierungsversuche. Deshalb reagierte die Kurie nicht selten mit Zensur auf solche Devianzen. Das Projekt beschäftigt sich mit circa 25 in den verschiedenen römischen Kongregationen verhandelten  ...