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Säkularitäten. Freidenkergruppierungen im Kontext europäischer Nationalbewegungen und Nationalstaatsgründungen 1789−1920er Jahre

Unter aktuellen Ansätzen im Spektrum der Säkularisierungstheorien erscheint der von Monika Wohlrab-Sahr ausgearbeitete der Multiple Secularities als Denkfigur besonders vielversprechend. Mit ihm wird das die Moderne deessentialisierende Konzept der Multiple Modernities, wie es Shmuel Eisenstadt formuliert und damit die Abhängigkeit der Erscheinungsweisen des Modernen von kulturspezifischen Traditionen und divergierenden historischen Hintergründen vor Augen geführt hat, auf das Säkulare übertragen (Eisenstadt 2000, 2.). Dem folgend verweisen die Multiple Secularities auf die je nach kulturellem und historischem Hintergrund heterogene Gestalt des Säkularen: "[T]he way secularity figures within configurations of modernity is fundamentally shaped by the long durée of civilizational history." (Burchardt/Wohlrab-Sahr 2013, 605.)

In diesem theoretischen Rahmen wird der Workshop nach den Nuancen des Säkularen in europäischen Gesellschaften des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts fragen, die durch verschiedene christliche Denominationen geprägt waren.
Der Workshop wird vom 21.−23. März 2018 am DHI in Rom stattfinden. Vorgesehen sind 20-minütige Vorträge mit anschließender Diskussion. Arbeitssprache ist Englisch. Die Reise- und Aufenthaltskosten werden übernommen. Interessenten bitten wir um ein Exposé des Vorhabens von maximal einer Seite in englischer Sprache sowie einen Kurzlebenslauf bis zum 18. Juni 2017 an Carolin Kosuch (kosuch[at]dhi-roma.it) und Christhardt Henschel (henschel[at]dhi.waw.pl).

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