Herbstführungen

Den Auftakt zu den diesjährigen Herbstführungen des DHI Rom bildet ein musikgeschichtlicher Spaziergang zum Thema
Opera riaperta: Römische Theater im frühen 18. Jahrhundert. Eine Stadtführung zu vergessenen und zerstörten Opernbühnen

Als im Jahr 1711 mit der Wiedereröffnung des Teatro Capranica die Zeit des langjährigen Verbots öffentlicher Opern- und Theateraufführungen vorüber war, erlebte die römische Opernszene einen bislang ungekannten Boom an Wieder- und Neueröffnungen von Theatern, von denen teilweise nur noch wenige Spuren zu finden sind. Während das Teatro Argentina von 1732 bis heute stadtbildprägend ist, muss das Teatro Valle von 1727 – obgleich noch als Theaterbau existent – schon mit ein wenig Mühe gesucht werden, während der Standort des mit sieben Rängen größten und operngeschichtlich für die 1720er Jahre vielleicht wichtigsten Hauses, das Teatro Alibert von 1717/20, seit seiner Zerstörung 1863 nur noch dem Spezialisten bekannt ist. Die ca. zweistündige Stadtführung zu einigen dieser Orte möchte neben der Vergegenwärtigung dieser operngeschichtlich wichtigen Epoche, in der sich mit Kastraten wie Farinelli oder Gaetano Berenstadt und mit jungen Komponisten wie Leonardo Vinci oder Nicola Porpora eine neue Stilästhetik, u.a. auch von Rom ausgehend, europaweit konsolidierte, auch ein Gefühl von der früheren stadtrömischen Theatertopographie "um die Piazza Navona herum" vermitteln.

Leitung: Dr. Richard Erkens
Treffpunkt: 17. Oktober 2017, 15.00 Uhr, Statue des Pasquino, Piazza di Pasquino

Führung in deutscher Sprache

begrenzte Teilnehmerzahl: 15

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