Seit der Institutsgründung liegt ein Schwerpunkt der Arbeiten des DHI Rom im Bereich der Grundlagenforschung.

Nuntiaturberichte und Hauptinstruktionen

Die Nuntiaturberichte, d. h. die diplomatischen Korrespondenzen zwischen den päpstlichen Nuntien und Legaten am Kaiserhof und im Reich und dem römischen Staatssekretariat, stellen dank ihrer chronologischen Geschlossenheit nicht allein eine einzigartige Quellensammlung zur politischen und kirchlichen Entwicklung im deutschen Raum während des 16. und 17. Jahrhunderts dar, sie geben auch Aufschluß über die europäische Politik des Papsttums und über die Geschichte und die Eigenart der päpstlichen Diplomatie. An der Herausgabe von Nuntiaturberichten aus dem Reich beteiligten sich in vereinbarter Arbeitsteilung auch das österreichische Institut, das römische Institut der Görres-Gesellschaft und das damalige tschechoslowakische Institut in Rom. In vergleichbaren Editionsreihen betreuen außerdem andere römische Forschungsinstitute die Herausgabe diplomatischer Korrespondenzen der Nuntien in Frankreich, Italien, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und Polen.

Daneben ist zunehmend die Bedeutung der Hauptinstruktionen (Instructiones Pontificum Romanorum) erkannt worden. Inzwischen liegen bereits die Editionen aller Hauptinstruktionen aus drei Pontifikaten vor, die im Auftrag des Deutschen Historischen Instituts erarbeitet wurden.