Die Kulturgeschichte des Reichtums im europäischen Mittelalter

Dr. PD Petra Schulte

Das von der DFG mit einem Heisenberg-Stipendium geförderte Projekt geht vor der Folie verschiedener, sich aber aufeinander beziehender ethisch-kultureller und sozialökonomischer Konstellationen der Frage nach, welche Wert- und Ordnungsvorstellungen die Legitimation und Repräsentation von Reichtum im Mittelalter prägten, auf welchem Wissen die entsprechenden Ideen beruhten, wer dieses für sich nutzbar zu machen vermochte und an welche Verpflichtungen Reichtum gebunden war. Als Gastwissenschaftlerin am DHI konzentriert sich Petra Schulte auf das Problem der Verteilung, dessen Diskussion sie vornehmlich am Beispiel Florenz verfolgt. In diesem Kontext widmet sie sich auch der Analyse der theoretischen Reflexion bzw. der tatsächlichen Äußerung von Gefühlen. Inwiefern Emotionen ein Schlüssel des Verständnisses unterschiedlicher "Reichtumskulturen" sein können, bildet die Leitfrage der von ihr organisierten Tagung "Geld – Macht – Emotionen. Reichtum in historischer Perspektive", die am 25./26. September 2013 am DHI stattfinden wird.