FRÜHE NEUZEIT

"Propagandawege" und "plurale Akteure": Überlegungen zu einer Wissensgeschichte des Römischen Universalismus (1580–1680)

Dr. Sabina Brevaglieri

Auf dem langen, diskontinuierlichen und konfliktreichen Weg, in dessen Verlauf sich 1622 die Gründung der Kongregation De Propaganda Fide durch das Papsttum einordnet, erweisen sich die Reisen, die von Missionaren mit diplomatischen und/oder informellen Aufträgen aus ihren Missionsgebieten in Asien und Amerika nach Rom und an andere europäische Höfe unternommen wurden, als besondere Begleiterscheinungen und spezifische Konfigurationen einer  ...   


FRÜHE NEUZEIT

Die römischen Kongregationen und die gemischten Ehen in Europa (1563-1798)

Dr. Cecilia Cristellon

Untersuchungsgegenstand des Projekts ist die Politik der römischen Kirche gegenüber den Ehen zwischen Angehörigen unterschiedlicher Bekenntnisse in Europa. Bisher wurden die Mischehen einzig auf der Grundlage lokaler Quellen untersucht. Die vorliegende Forschungsarbeit zieht hingegen die Bestände jener römischen Kongregationen heran, die für die Erteilung des Dispenses mixtae religionis (Inquisition) zuständig waren, sich mit Fragen zur  ...   


FRÜHE NEUZEIT

Diplomatische Wissenskulturen der Frühen Neuzeit. Studien zu den kurialen Reichstagsgesandtschaften 1530-1582

PD Dr. Dr. Guido Braun

Die Geschichte der internationalen Beziehungen erfuhr in den vergangenen Jahren erhebliche methodische Transformationen und inhaltliche Erweiterungen, die zur Etablierung einer kulturelle, soziale und wirtschaftliche Interaktionen umfassenden internationalen Geschichte sowie einer neuen Diplomatiegeschichte führten. Im Rahmen einer Alltags- und Kulturgeschichte der Diplomatie rückten dabei auch lebensweltliche Erfahrungen, mentale Prägungen und  ...   


FRÜHE NEUZEIT

Frühneuzeitliche Staatsbankrotte. Akteurszentrierte Analyse der europäischen Kreditmärkte um 1550

PD Dr. Heinrich Lang

Während die spanische sowie französische Kronen ihre kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen 1494 und 1559 mit stark anwachsenden Geldmitteln finanzieren mussten und daher eine Reihe von fiskalpolitischen Reformen anstrengten, organisierten besonders italienische, süddeutsche und neu-christliche Bankiers umfangreiche Darlehen an die Herrscher und deren Finanzverwaltungen. Die wichtigste Kompetenz der Bankiers-Financiers bestand darin,  ...   


FRÜHE NEUZEIT, MITTELALTER, NEUESTE U. ZEITGESCHICHTE

Metamorphosen italienischer Barbarossabilder (12. - 21. Jahrhundert)

Dr. Kai-Michael Sprenger

Kaiser Friedrich I. Barbarossa wird in Italien als ambivalente, ja polarisierende Figur wahrgenommen. In Mailand, in Tortona und Asti gilt er damals wie heute als Symbol einer erdrückenden Fremdherrschaft; in Como, Pavia, Lodi sowie anderen zur Stauferzeit tatsächlich oder vermeintlich kaiserfreundlichen Kommunen erinnert man ihn dagegen als Städtegründer oder Förderer der eigenen Stadtentwicklung. Im umbrischen Spoleto erinnert man – je nach  ...   


FRÜHE NEUZEIT

Onofrio Panvinio (1530–1568) und seine Kirchengeschichte. Ein römischer Gelehrter zwischen Reich und Kirche, Humanismus und Gegenreformation

Dr. Stefan Bauer

So überraschend es klingen mag: Die Sicht der Kirche auf ihre Geschichte und deren Übergang zur Moderne in der Frühen Neuzeit ist ein Thema, das bis heute praktisch unerforscht geblieben ist. Dies scheint damals wie heute einer offensichtlichen Bevorzugung der visuellen Medien wie Malerei und Architektur geschuldet zu sein. Um das Thema zu untersuchen, konzentriere ich mich auf einen ungewöhnlich faszinierenden Gelehrten des sechzehnten  ...   


FRÜHE NEUZEIT

The Birth of Diplomacy through Factions at Power: the Catholic-Spanish Party in the Imperial Court (1556–1659)

Dr. Rubén González Cuerva

The project aims to explain pre-modern diplomacy through the personal action of power elites. The researcher is concerned with a simple verification: if there is currently a widespread consensus that early modern political designs were made in the court and by courtiers, the courtier organization and acting may be scrutinized for understanding diplomatic decisions. In this respect, the proposal is as clear as it is ambitious: it endeavours to  ...