Andreas Kiesewetter, Die Mittelmeerpolitik König Manfreds von Hohenstaufen und die Anfänge der Expansion des Königreichs Sizilien nach Albanien und Griechenland (1250–1266)

Die Studie von Andreas Kiesewetter, posthum herausgegeben von Francesco Panarelli, beschäftigt sich mit der Politik König Manfreds von Sizilien (1250/58–1266) im Mittelmeerraum und ordnet seine Aktivitäten in ein vielschichtiges Beziehungsgeflecht ein, vor allem in Bezug auf Albanien und Griechenland, aber auch Byzanz im weiteren Sinne, das Königreich Aragon, die italienischen Seerepubliken und islamische Herrschaftsräume. Der Autor relativiert den häufig postulierten Bruch zwischen der Politik Friedrichs II. und Manfreds gegenüber den griechischen Nachfolgestaaten des Byzantinischen Reiches und deutet Manfred als Bindeglied zur späteren Politik Karls I. von Anjou. Zugleich zeigt er das Scheitern von Manfreds Expansionsversuchen im östlichen Mittelmeerraum infolge instabiler Bündnisse und des Konflikts mit dem Papsttum. Die Untersuchung stützt sich vor allem auf lateinisch- und griechischsprachige Quellen, bezieht aber auch Texte auf Arabisch ein. Ergänzt wird die Studie durch die kritische Edition von 13 Urkunden.

Online-Publikationen des Deutschen Historischen Instituts in Rom

[14]: Die Mittelmeerpolitik König Manfreds von Hohenstaufen und die Anfänge der Expansion des Königreichs Sizilien nach Albanien und Griechenland (1250–1266), hg. von Francesco Panarelli (562 S.), Rom 2026 (Online-Publikationen des Deutschen Historischen Instituts in Rom), ISBN 978-3-944097-11-4, DOI: 10.25360/01-2026-00001.