CfP: Comparative Perspectives on Genetic Criticism in Music

Deadline: 18. Februar 2026

Die 2025 gegründete IMS Study Group "Comparative Perspectives on Genetic Criticism" lädt zu ihrer ersten internationalen Tagung ans DHI Rom ein. Mit der Konferenz zielt sie einerseits auf eine Standortbestimmung der Fragestellungen, Methoden und Terminologien in textgenetischen Studien zu musikalischen Schaffensprozessen und andererseits auf die Identifikation komparatistischer Potenziale, d.h. Komponisten-übergreifender methodischer Ansätze.

In den letzten Jahrzehnten hat die Forschung zu den kreativen Prozessen in der Musik einen spürbaren Aufschwung erlebt, der allerdings von einer kaum noch zu überblickenden Ausweitung des Vokabulars begleitet wurde. Dieses "genetisch-kritische Babel" (Grésillon, 1994) erschwert zunehmend den Dialog zwischen Projekten und Forschungsgruppen. Die Konferenz fordert daher bewusst dazu auf, Ideen und Erfahrungen für eine komparatistische Skizzenforschung zu teilen und den Austausch zu fördern, möglicherweise auch mit Blick auf digitale Datenmodelle und editorische Werkzeuge. Welche Ähnlichkeiten oder Bezugnahmen in unterschiedlichen Forschungstraditionen lassen sich bereits jetzt beobachten? Welche Methoden können zwischen Projekten diskutiert und womöglich wechselseitig übernommen werden? Welche epistemischen Potenziale stecken in einem komparatistischen Zugriff?
 
Internationale Tagung: 16.–18. November 2026 am Deutschen Historischen Institut in Rom 
Sprachen: Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch

Die Ausschreibungsunterlagen finden Sie hier.

Wir bitten um die Einsendung von Abstracts (max. 300 Wörter) in einer der Konferenzsprachen zusammen mit einer kurzen biografischen Notiz (max. 100 Wörter) bis zum 18. Februar 2026 an elisa[dot]novara[at]dhi-roma[dot]it.