Medizin und die Radikale Reformation

Dr. Riccarda Suitner

Das Vorhaben beschäftigt sich mit der Verbindung zwischen Medizin und Radikaler Reformation in der Frühen Neuzeit. Im Jahre 1531 veröffentlichte der spanische Arzt Michael Servetus in Straßburg De trinitatis erroribus, die als die erste antitrinitarische Schrift der Neuzeit angesehen wird. Sie beeinflusste mehrere Generationen von Dissidenten verschiedenster Herkunft (vor allem Mediziner). Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage nach der Vermittlung von (heterodoxem) medizinischem Wissen in verschiedenen konfessionellen Kontexten. Die Methoden der klassischen Ideengeschichte, der Wissenschafts- sowie der Sozialgeschichte werden dabei berücksichtigt. Davon ausgehend soll das Verhältnis zwischen individuellen Schicksalen und großen Migrationswellen aus Glaubensgründen untersucht werden. Ebenso geht es darum, die langfristigen theologischen und sozialen Wirkungen des religiösen Nonkonformismus herauszuarbeiten.

Dr. Riccarda Suitner
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Frühe Neuzeit
Vita
Schriftenverzeichnis
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