Gewinnung und Verarbeitung von Informationen zwischen Konstantinopel, Wien, Venedig und Rom (1664–1684)

Dr. Elisabeth Lobenwein

Das Projekt untersucht, wie habsburgische und venezianische diplomatische Vertreter im Osmanischen Reich operierten, um für ihre jeweiligen Auftraggeber exklusives Wissen zu generieren und wie diese Informationen politisch genutzt und medial verarbeitet wurden. Der Arbeit liegt die These zugrunde, dass es essenziell ist, die Vielzahl der an der Erzeugung und Verarbeitung von Informationen beteiligten Akteure gemeinsam mit den entsprechenden Kommunikationsmedien zu untersuchen. Diese beiden Faktoren formten den Informationstransfer mit und beeinflussten und prägten somit nicht nur Prozesse der Entscheidungsfindung, sondern ganze Diskurse über die Osmanen in Europa. Der zeitliche Fokus der Untersuchung liegt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, konkret zwischen 1664, dem Abschluss des Friedens von Eisenburg/Vasvár, und 1684, der Gründung der Heiligen Liga, die durch die Vermittlung Papst Innozenz XI. (1611–1689, reg. 1676–1689) zustande kam.

Dr. Elisabeth Lobenwein
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Frühe Neuzeit
Vita
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