Übergangsgesellschaften im Vergleich. Überlegungen zur "Sattelzeit" auf der italienischen Halbinsel und in Europa

PD Dr. Lutz Klinkhammer

Ausgehend von der Analyse der Reaktionsmuster der Bevölkerung im linksrheinischen Deutschland und in Piemont auf die französische Herrschaft von 1798 bis 1814 zielt das Projekt auf eine Bewertung bestimmter Transformationsprozesse in Staat und Gesellschaft vom späten 18. Jahrhundert bis in die Restaurationszeit. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Generierung von neuem gesellschaftlichen Wissen, das sich erweitert um politische Neuordnungsmechanismen, um Welterfahrungen, aber auch um neue Formen von Zwang und Gewalt. Die Wandlungen vom traditionellen Antijudaismus zum modernen Antisemitismus sollen ebenso analysiert werden wie die Wahrnehmungen von Seiten der Diplomaten, die aber auch selbst als Mediatoren von kulturellem Wandel fungieren konnten. Das hier skizzierte Forschungsfeld kann an Projekte anderer Institute der Max Weber Stiftung anknüpfen (wie das der British Envoys des DHI London) und bildet den Kern für eine dem interdisziplinären und epochenübergreifenden Austausch gegenüber aufgeschlossene Forschungs- und Diskussionsgruppe. Diese steht den am DHI Rom zur Sattel- und Restaurationszeit forschenden Nachwuchswissenschaftler/-innen offen.


PD Dr. Lutz Klinkhammer
Stellvertretender Direktor, Referent für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
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